Caspar-Heinrich-Schule

Gemeinschaftshauptschule der Stadt Bad Driburg

Perlentaucher


Perlentaucher.de: Perlentaucher.de, Kultur und Literatur im Internet
Claude Lanzmanns 688 Seiten dicker Erinnerungsband "Der patagonische Hase" hat heute gleich drei Rezensenten amüsiert, informiert, erschöpft und manchmal auch genervt. Judith Zanders Debütroman "Dinge, die wir heute sagten" lässt die FR ausrufen: Buchpreis bittesehr. Die FAZ warnt vor den gefährlichen Nebenwirkungen von Adam Hasletts Erzählungen.


Michael Naumann über den Kulturstaat Deutschland – Deutscher Presserat: Zahl der Beschwerden auf Rekordniveau – Alte und neue Medien: Konfetti der Gegenwart – Digitale Zeitungen: Danke für die Kunden – Bissige Attacke: Vom Kult des positiven Denkens- Lesende Autoren, essende Köche: Bibliotheks-Besuch bei Rolf Hochhuth – Der Phrasenmäher: Der Mix, eine Frage der Mischung + Die Gazette: Von Fisch und Fleisch, Monsanto und das Gen-Monopol.


Kelek ist der Treitschke Bahners, lernen wir aus den Blättern. Auch in den goldenen Zeiten der Moderne hatten Schriftsteller es schwer, ermuntert Tom McCarthy angehende Schriftsteller im Guardian. In Le Monde kritisiert Andre Glucksmann die Ausweisung der Roma aus Frankreich. Das Magazin erzählt, wie man eine verrottende Kleinstadt wieder in Schwung bringt. In Elet es Irodalom feiert Laszlo Földenyi die Bilder des Malers Uri Asaf. In NZZ Folio blicken neun Schriftsteller in die Zukunft. Vanity Fair gruselt sich vor der griechischen Wirtschaft.


In der FAZ bestätigen die Wissenschaftler Detlef Rost und Heiner Rindermann: Thilo Sarrazin hat uns richtig verstanden. In der FR kritisiert Götz Aly Sarrazin, aber auch seine Gegner. Auch die Blogs diskutieren über Sarrazin und untersuchen Statistiken von Freunden und Feinden. In der taz bespricht Micha Brumlik die Memoiren von Claude Lanzmann, die auch in anderen Zeitungen gleich am Erscheinungstag präsentiert werden. 


Arte beschäftigt sich im heutigen Themenabend mit Biowaffen, RBB zeigt Claude Chabrols "Die zweigeteilte Frau" (2007), auf 3sat ist der Spielfilm "Belle toujours" (2006; die Fortsetzung von Buñuels "Belle de jour", 1967) mit Michel Piccoli zu sehen, das Magazin "Foyer" gratuliert "Theater heute" zum 50. Geburtstag und das WDR-Magazin "west.art" bestaunt das Malen mit dem Mäher auf der Kölner Bundesrasenschau.


Für eine editorische Glanzleistung und mitunter spannend wie ein Krimi hält die FR Siegfried Unselds Suhrkamp-Betriebstagebuch aus dem Jahr 1970 "Chronik". Die FAZ empfiehlt noch einmal Ryszard Kapuscinskis volkspolnische Reportagen "Ein Paradies für Ethnografen", aber auch Raul Argemis Krimi "Und der Engel spielt dein Lied" (hier unsere Leseprobe).


Oliver Bukowskis Kleist-Reflexion "Wenn Ihr Euch totschlagt, ist es ein Versehen" am Hamburger Schauspielhaus - Hacks-Abend oder Den Kommunismus mit der Seele suchen: "Die Sorgen und die Macht" am Deutschen Theater Berlin – Schorsch Kameruns arg pädagogisches Seemannsgarn: "Vor uns die Sintflut" am Hamburger Thalia Theater + Web-TV: Die Zukunft des Fernsehens.


Der Historiker Winfried Speitkamp untersucht in seinem Buch "Ohrfeige, Duell und Ehrenmord" die Ehrbegriffe und Ehrkonflikte in vielen Kulturen und ihre Wandlungen von der Antike bis zur Gegenwart. Lesen Sie hier Auszüge von der Geschichte der gekränkten Ehre, des Duells und des Mordes.


3sat stellt heute das Übersinnliche auf dem Prüfstand, Arte zeigt Christoph Schlingensiefs Film "Die Piloten – Eine Talkshow in sechs Folgen, die nie ausgestrahlt wird" (2007) und das NDR-Kulturjournal porträtiert den "Bösewicht und Publikumsliebling" Mario Adorf anlässlich seines 80. Geburtstags.


Die NZZ führt eine Identitätsdebatte um arabische Altstädte. Die FAZ hat durch die Memoiren von Tony Blair "fesselnde Einblick in das innerste Innere seiner Premierministerschaft" bekommen. Die Sarrazin-Debatte ist ingesamt nach wie vor zum Weglaufen: Sarrazin repräsentiert die Angst der Mittelschicht vor den Integrationserfolgen der Türken, meint die taz. Sarrazin wird mundtot gemacht wie einst Martin Walser von Ignatz Bubis, meint Klaus von Dohnanyi in der SZ.


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